Pressekonferenz des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel

Pressekonferenz des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel

Hamburg, 27.04.2017

Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel lädt zu mehr als 50 Veranstaltungen ein
Bischöfe rufen zum Einsatz für Gerechtigkeit und zur Gewaltlosigkeit auf

Hamburg (ce). Unter dem Motto „global.gerecht.gestalten.“ hat sich ein „Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel“ gegründet, um mit Gottesdiensten, Andachten und Veranstaltungen die Beratungen zu begleiten und sich an friedlichen Aktivitäten vor und während des Gipfels zu beteiligen. Das Bündnis setzt sich für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung ein und will Zeichen setzen für eine Partnerschaft, die Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen im Blick hat. Zentrale Veranstaltungen sind ein ökumenischer Gottesdienst am 8. Juli in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen und ein interreligiöses Friedensgebet am 6. Juli in der Universität Hamburg. Zusätzlich sind alle Gemeinden in Norddeutschland zu Friedensandachten am 7. Juli aufgerufen.

„Die Welt zu gestalten, das ist auch Aufgabe von Christinnen und Christen. Gemeinsam sind wir gefordert und wollen daher den Gipfel kritisch und konstruktiv begleiten. Im Vorfeld wollen wir informieren, gemeinsam lernen und diskutieren mit einer breiten Öffentlichkeit und während des Gipfels auch Orte der Ruhe und Besinnung bieten“, sagte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), am Donnerstag. „Der G20-Gipfel ist ein sichtbarer Ausdruck der Globalisierung. Er muss auch ein Schritt in der Entwicklung globaler Verantwortung werden, besonders beim Thema Flucht und bei der Bekämpfung von Fluchtursachen. Der Gipfel ist eine Chance, mehr für den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen zu tun und das Leben der benachteiligten Menschen zu verbessern“, betonte Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg.

Zu den Mitgliedern des „Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel“ gehören christliche Kirchen in Norddeutschland, Hamburger Hauptkirchen und Gemeinden, Akademien und Tagungshäuser, darüber hinaus kirchliche Werke der Nordkirche in den Arbeitsfeldern Gesellschaftspolitik, Bildung, Diakonie und Mission sowie ökumenische, diakonische, umwelt- und entwicklungspolitische Arbeitsstellen. Beigetreten sind ebenfalls das Hilfswerk Brot für die Welt in Berlin und das Evangelische Missionswerk Deutschland. Gemeinsam haben sie ein Programm mit mehr als 50 Veranstaltungen organisiert, das in der kommenden Woche (2. Mai) beginnt.

„Mit dem Bündnis wollen wir kirchliche Positionen zu den Themen des G20-Gipfels deutlich machen. Grundlage dafür ist unser jahrzehntelanges Engagement und die Expertise kirchlicher Fachleute“, erläuterte Dr. Mirjam Freytag, Sprecherin der Koordinierungsrunde des Bündnisses und Beauftragte für Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

„Viele Themen rund um den Gipfel bewegen die Menschen hier, aber auch bundesweit und weltweit, schon jetzt. Aber nur gewaltfrei kann man glaubwürdig für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Als Kirche verurteilen wir daher jeden Aufruf zu Hass und Gewalt und rufen alle Menschen dazu auf, sich für die Gewaltfreiheit aller Aktionen zum G20-Gipfel einzusetzen“, sagte Bischöfin Fehrs weiter. „Ich bin überzeugt davon, dass die Staats- und Regierungschefs dieser Länder das Antlitz der Erde verändern können. Zum Besseren“, erklärte Erzbischof Dr. Heße.

Für Rückfragen:
Claudia Ebeling, Pressesprecherin des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel und Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Tel.: 040 88181-415, mobil: 0151 17595017, E-Mail: c.ebeling@nordkirche-weltweit.de

Download: Pressestatement Bischöfin Kerstin Fehrs
Download: Pressestatement Erzbischof Stefan Heße
Download: Pressestatement Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel