Gipfel für Globale Solidarität: Podium 4 – Klima retten und Ernährung sichern – geht das mit G20?

06.07.2017 • 10:00 - 12:00

Kampnagel, Jarrestraße 20, Hamburg

Wir brauchen ein neues Entwicklungsparadigma für Klimagerechtigkeit und für Ernährungssouveränität!

Klimaschutz und Ernährung im globalen Norden und Süden sind eng miteinander verstrickt. Die Folgen der Klima-Ungerechtigkeit verschärfen sich: Lebensgrundlagen, Menschenrechte und Zukunftsperspektiven von Millionen Menschen sind akut bedroht.

Verstärkt werden diese Krisen von einer ungerechten Handelspolitik, die insbesondere von den führenden Ländern der G20 ausgeht. Sie wird begleitet von scheinbar großherzigen Entwicklungsinvestitionen – dominiert von privaten Interessen der Agrarchemie- und Saatgutunternehmen und unterstützt von staatlichen Institutionen, um Landkonzentration zu verstärken und das agrarindustrielle Modell flächendeckend einzuführen.

Großkonzerne wie Bayer Monsanto dominieren die Landwirtschaft weltweit und zerstören die lokale Landwirtschaft. Ernährungssouveränität als Gegenentwurf zur industrialisierten und exportorientierten Landwirtschaft gewinnt für immer mehr Menschen an Dringlichkeit. Wie kann eine zukunftsfähige globale Entwicklung aussehen, die die ökologischen Probleme des ressourcenintensiven, wachstumsfixierten Modells der Industrieländer überwindet? Wir wollen alternative Lösungen diskutieren, welche die Lebens-, Konsum- und Produktionsweisen und die Politik der G20-Länder und darüber hinaus auf den Prüfstand stellen.

Mit:

  • Dr. Imme Scholz, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
  • Dr. Klaus Seitz, VENRO-Vorstand und Leiter der Abteilung Politik bei Brot für die Welt, Berlin
  • Johanna Böse-Hartje, Milchbäuerin aus Niedersachsen, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
  • Frank Ademba, Kleinbauernnetzwerk MVIWATA, Tansania
  • Mariann Bassey, Friends of the Earth, Nigeria
  • Kumi Naidoo, Aktivist, ehemaliger Executive Director von Greenpeace International

Veranstalter:
Brot für die Welt/Diakonisches Werk Hamburg, Agrarkoordination, Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, attac, Greenpeace, Heinrich Böll Stiftung, Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche, Misereor

Ort:
Kampnagel, Jarrestraße 20, Hamburg

Zum weiteren Programm des Alternativgipfels  am 5./6. Juli siehe: solidarity-summit.org