„Aufmerksamkeit auf die Länder richten, die nicht am Tisch der Mächtigen sitzen“

22.6.17: Pressemitteilung Landesbischof Ulrich anlässlich des Auftakts der Speakers-Tour zum G20-Gipfel

Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), hebt zum Auftakt der Speakers-Tour hervor: „Wenige Tage vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 reichsten Länder der Welt in Hamburg ist deutlicher denn je: Als Christen haben wir die Aufmerksamkeit auf das 21. Land zu richten, auf das 22. Land und auf die vielen anderen, die nicht am Tisch der Mächtigen sitzen werden. Wir haben Anwalt zu sein für unsere Geschwister in den ärmsten Ländern der Welt. Gerechtigkeit gelingt nur, wenn die berechtigten Interessen aller Gesellschaften beachtet werden.“

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: Auftakt der Speakerstour durch Schleswig-Holstein in Breklum

If I had a chair at the table, I would…

C20 – ein voller Erfolg für das Kirchliche Bündnis

Zwei Tage lang tagte der Civil20-Gipfel (C20) in der Hamburger HafenCity Universität und diskutierten über die Themen des G20-Gipfels. Ihre Forderungen übergaben sie am Montag, den 19.6. an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierte sich das Kirchliche Bündnis zum G20-Gipfel von ihrer kreativen Seite und sorgte mit einer Fotoaktion für große Aufmerksamkeit um die Themen des G20-Gipfels. Mit der zu beantwortenden Frage „If I had a chair at the table, I would…“ („Wenn ich einen Stuhl am Verhandlungstische hätte, dann würde ich ..:“ äußerten sich über 70 Teilnehmende über Ihre Forderungen an die G20. Vor einer großen Fotowand mit dem Slogan des Kirchlichen Bündnisses „global.gerecht.gestalten“, wurden die Personen mit ihrem Statement fotografiert.

Das Ergebnis sehen Sie hier.

Landesbischof Ulrich bei Podiumsgespräch zu Globalisierung und Populismus

„Wir müssen in einen Dialog mit allen treten, die sich fremd fühlen“ sagt Landesbischof Ulrich bei Podiumsgespräch zu Globalisierung und Populismus

Landesbischof Ulrich bei Podiumsgespräch zu Globalisierung und Populismus: 

„Wir müssen in einen Dialog mit allen treten, die sich fremd fühlen“

Hamburg (maw). „Als Zivilgesellschaft werden wir überlegen müssen, wie wir in einen Dialog mit allen treten können, die sich fremd fühlen.“ Dazu ermutigte Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), heute (20. Juni) in Hamburg. Gerade in Zeiten großer Migrationsströme als Folge von Kriegen, menschengemachter Erderwärmung und ungesteuerter Globalisierung sei es besonders wichtig, das Bewusstsein zu schärfen: „Wir müssen lernen, dass wir gemeinsam in einer Welt leben und wir nicht die Freiheit haben, uns nicht verantwortlich zu fühlen füreinander“,  sagte Ulrich bei  einem Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Soziologe an der Universität Bielefeld.

Zu der Veranstaltung in der Alfred Schnittke-Akademie mit dem Titel „Die Krise der Demokratie und der Aufstieg des Rechtspopulismus“ hatten der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, der Kirchliche Entwicklungsdienst der Nordkirche sowie die Arbeitsstelle Weitblick des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein eingeladen. Das Podiumsgespräch gehört zu den Aktivitäten, mit denen das „Kirchliche Bündnis zum G20-Gipfel“ das zweitägige Treffen von Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsnationen vom 7. bis 8. Juli in der Hansestadt im Vorfeld und während des Gipfels begleitet.

Vertrauensverlust und Entfremdung als Folge von autoritärem Kapitalismus

Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer erforscht in seinen Studien an der Universität Bielefeld unter anderem, warum immer häufiger Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zu autoritären Lösungen neigen und Empathie verloren geht. Er warnte: „Im Zuge der rasanten Globalisierung hat sich ein autoritärer Kapitalismus herausgebildet, der seine Prinzipien weitgehend ungehindert durchsetzen kann.“ Dem stünden Kontrollverluste der nationalstaatlichen Politik gegenüber. Die Folge sei bei vielen Menschen eine „Demokratieentleerung“, die mit Vertrauensverlust, dem Gefühl der Einflusslosigkeit und Entfremdung vom demokratischen System einhergeht, so Heitmeyer.

Landesbischof Ulrich: „Viele Menschen sehen sich dem Lauf der Welt ohnmächtig gegenüber und kommen mit der Komplexität der digitalen Welt nicht mehr zurecht. Die vielen Ideen und Lebensstile sind ihnen unheimlich, die sich in unserer Welt mischen. Und sie fürchten, ja, erleben bereits sozialen Abstieg.“

Vor diesem Hintergrund habe sich ein rabiater Rechtspopulismus in Form von sozialen Bewegungen und Parteien entwickeln können, so Heitmeyer weiter. Allerdings seien die dazu notwendigen rechtspopulistischen Einstellungsmuster, wie beispielsweise eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, in der Bevölkerung schon vor der Entstehung etwa von Pegida oder AfD vorhanden gewesen, machte der Bielefelder Soziologe deutlich. 

Landesbischof Ulrich schlussfolgerte: „Wir werden den Populisten und den religiösen Fanatikern nicht die Köpfe und Herzen derer überlassen, die aus Verunsicherung nach einfachen Antworten suchen. Wir sind eine Familie Gottes und gesandt in die Welt, um den Armen die gute Nachricht zu bringen: Gott ist auf eurer Seite.“


Hintergrund:

Unter dem Motto global.gerecht.gestalten hat sich ein „Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel“ gegründet. Ziel ist es, sich für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung einzusetzen und kirchliche Positionen zu den Gipfel-Themen deutlich zu machen. Zu den Bündnismitgliedern gehören christliche Kirchen in Norddeutschland, Hamburger Hauptkirchen und Gemeinden, Akademien und Tagungshäuser, darüber hinaus kirchliche Werke der Nordkirche in den Arbeitsfeldern Gesellschaftspolitik, Bildung, Diakonie und Mission sowie ökumenische, diakonische, umwelt- und entwicklungspolitische Arbeitsstellen. Beigetreten sind ebenfalls das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ in Berlin und das Evangelische Missionswerk Deutschland.
www.global-gerecht-gestalten.de

 

 

Interview mit Pastorin Corinna Schmidt

Interview mit Pastorin Corinna Schmidt über C20-Treffen Stundengebete

Vertreter von rund 250 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) kommen an diesem Wochenende in Hamburg zusammen – als Stimme der Zivilgesellschaft zum G20-Gipfel in drei Wochen. Das Ökumenische Forum Hafencity begleitet das zweitägige C20-Treffen mit Stundengebeten. Was sie sich davon erhofft, erklärt Leiterin Pastorin Corinna Schmidt.

Hier geht es zum Interview: https://www.kirche-hamburg.de/nachrichten/details/beten-hat-eine-politische-dimension.html

Was hat Macht mit unserem Glauben zu tun?

Tolle Veranstaltung

 

 

MACHT
Gottes Herrschaft, die Welt, und alles dazwischen

Am 7. und 8. Juli 2017 werden sich die mächtigsten Menschen dieser Welt in Hamburg treffen.
Wir gehen der Frage nach, was Macht mit unserem Glauben zu tun hat und welche Erfahrungen wir im Leben und in der Kirche mit Macht und Ohnmacht gemacht haben. Wir hören, was den anderen Gottes Herrschaft bedeutet.

Eingeladen sind alle ökumenisch interessierten Menschen, sich aufeinander einzulassen und mehr von- und übereinander zu erfahren.

Das wird faszinierend wenn du dabei bist!

Ablauf
18.30 Uhr meet and greet
19.00 Uhr Einstieg: Wo erlebst du Macht?
19.15 Uhr Sofainterview: Stimmen aus drei Konfessionen zu Macht
19.30 Uhr Befreiungstheologischer Impuls
20.15 Uhr Mahlzeit
21.15 Uhr Ökumenische Andacht zum Ausklang

Melde dich und deine Freunde bitte an unter: assistenz@oekumenisches-forum-hafencity.de

Pressekonferenz des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel

Pressekonferenz des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel

Hamburg, 27.04.2017

Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel lädt zu mehr als 50 Veranstaltungen ein
Bischöfe rufen zum Einsatz für Gerechtigkeit und zur Gewaltlosigkeit auf

Hamburg (ce). Unter dem Motto „global.gerecht.gestalten.“ hat sich ein „Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel“ gegründet, um mit Gottesdiensten, Andachten und Veranstaltungen die Beratungen zu begleiten und sich an friedlichen Aktivitäten vor und während des Gipfels zu beteiligen. Das Bündnis setzt sich für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung ein und will Zeichen setzen für eine Partnerschaft, die Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen im Blick hat. Zentrale Veranstaltungen sind ein ökumenischer Gottesdienst am 8. Juli in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen und ein interreligiöses Friedensgebet am 6. Juli in der Universität Hamburg. Zusätzlich sind alle Gemeinden in Norddeutschland zu Friedensandachten am 7. Juli aufgerufen.

„Die Welt zu gestalten, das ist auch Aufgabe von Christinnen und Christen. Gemeinsam sind wir gefordert und wollen daher den Gipfel kritisch und konstruktiv begleiten. Im Vorfeld wollen wir informieren, gemeinsam lernen und diskutieren mit einer breiten Öffentlichkeit und während des Gipfels auch Orte der Ruhe und Besinnung bieten“, sagte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), am Donnerstag. „Der G20-Gipfel ist ein sichtbarer Ausdruck der Globalisierung. Er muss auch ein Schritt in der Entwicklung globaler Verantwortung werden, besonders beim Thema Flucht und bei der Bekämpfung von Fluchtursachen. Der Gipfel ist eine Chance, mehr für den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen zu tun und das Leben der benachteiligten Menschen zu verbessern“, betonte Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg.

Zu den Mitgliedern des „Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel“ gehören christliche Kirchen in Norddeutschland, Hamburger Hauptkirchen und Gemeinden, Akademien und Tagungshäuser, darüber hinaus kirchliche Werke der Nordkirche in den Arbeitsfeldern Gesellschaftspolitik, Bildung, Diakonie und Mission sowie ökumenische, diakonische, umwelt- und entwicklungspolitische Arbeitsstellen. Beigetreten sind ebenfalls das Hilfswerk Brot für die Welt in Berlin und das Evangelische Missionswerk Deutschland. Gemeinsam haben sie ein Programm mit mehr als 50 Veranstaltungen organisiert, das in der kommenden Woche (2. Mai) beginnt.

„Mit dem Bündnis wollen wir kirchliche Positionen zu den Themen des G20-Gipfels deutlich machen. Grundlage dafür ist unser jahrzehntelanges Engagement und die Expertise kirchlicher Fachleute“, erläuterte Dr. Mirjam Freytag, Sprecherin der Koordinierungsrunde des Bündnisses und Beauftragte für Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche.

„Viele Themen rund um den Gipfel bewegen die Menschen hier, aber auch bundesweit und weltweit, schon jetzt. Aber nur gewaltfrei kann man glaubwürdig für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Als Kirche verurteilen wir daher jeden Aufruf zu Hass und Gewalt und rufen alle Menschen dazu auf, sich für die Gewaltfreiheit aller Aktionen zum G20-Gipfel einzusetzen“, sagte Bischöfin Fehrs weiter. „Ich bin überzeugt davon, dass die Staats- und Regierungschefs dieser Länder das Antlitz der Erde verändern können. Zum Besseren“, erklärte Erzbischof Dr. Heße.

Für Rückfragen:
Claudia Ebeling, Pressesprecherin des Kirchlichen Bündnisses zum G20-Gipfel und Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Tel.: 040 88181-415, mobil: 0151 17595017, E-Mail: c.ebeling@nordkirche-weltweit.de

Download: Pressestatement Bischöfin Kerstin Fehrs
Download: Pressestatement Erzbischof Stefan Heße
Download: Pressestatement Kirchliches Bündnis zum G20-Gipfel

Interview mit Staatsrat Schmidt

Interview mit Staatsrat Schmidt

 

Im Bild von links nach rechts: Lucy Larbi, Staatsrat Wolfgang Schmidt, Ulrike Plautz, Diego Grützmann, Jannika Baars, Sophie Plautz

„Wie wollen wir in Zukunft leben?“ – das wird die Leitfrage des „Welt Bewegt“ Heftes sein, das Anfang Juni, parallel zum G20 Gipfel, erscheinen und sich im weiteren Sinn mit seinen Fragen und Themen auseinandersetzen wird. In diesem Heft werden ausschließlich Jugendliche bzw. junge Erwachsene zu Wort kommen, um ihre Perspektive zu politischen Fragen darzustellen.

Im Interview mit Staatsrat Schmidt im Hamburger Rathaus standen unter anderem Themen der G20, die Gestaltung einer lebenswerteren Zukunft und politisches Engagement im Mittelpunkt.

Das umfassende Programmheft mit über 50 Veranstaltungen ist erschienen

Das Programmheft ist da!

Das umfangreiche Programmheft mit über 50 Veranstaltungen zu Themen der G20 ist erschienen: Das Kirchliche Bündnis zum G20-Gipfel lädt ein, sich an den inhaltlichen Diskursen und gewaltfreien Aktivitäten vor und während des Gipfels zu beteiligen. Debatten über die Gestaltung einer gerechten und nachhaltigen Globalisierung sollen angeregt werden. An vielen Orten wird in den kommenden Monaten diskutiert, über soziale und ökologische Standards in Lieferketten nachgedacht und nach Lösungen für weltweite Schuldenkrisen gesucht.

Download des gesamten Programmheftes:
G20_Programm Kirchliches Bündnis

Neue Co-Versionen des G20 Songs sind eingetroffen

Neue Co-Versionen des G20 Songs sind eingetroffen

Vielen Dank an den Jugendchor Notes Bigarrees der evangelischen Gemeinde in Burg für das tolle Video.

erlassjahr.de, der Kirchliche Entwicklungsdienst der evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers und ELM Hermannsburg haben während des KED Seminars den G20- Song einstudiert und gesungen. Vielen Dank!

 

Hier eine Version des G20 Songs von Süd-Nord Freiwilligen des neuen Jahrgangs 2017-2018 vom Zentrum für Mission und Ökumene und ELM

 

 

 

Studioversion des G20 Songs

Der G20 Song des Kirchlichen Bündnisses steht!

Der G20 Song des Kirchlichen Bündnisses steht!

Gemeinsam mit den Rückkehrenden aus Freiwilligenprogrammen der Nordkirche wurde am 2. April der G20-Song (Hier geht es zum Erstvideo) „Bring your own Chair“ professionell im Tonstudio aufgenommen. 10 Stunden saßen, standen und sangen die fleißigen Musikerinnen und Musiker im Tonstudio 106Hz, um einen fetzigen Song zu produzieren.

Das Ergebnis: