Wachsende Ungleichheit: Folgen einer misslungenen Globalisierung

Wie können wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?

Trotz steigenden globalen Wohlstands und der Etablierung neuer Mittelschichten in einigen Schwellenländern hat sich die Ungleichheit in den vergangenen Jahrzehnten auf fast allen Ebenen verstärkt. Man muss von einer neuen Dimension der Ungleichheit sprechen, denn der wirtschaftliche Fortschritt kommt bei vielen Menschen nicht an. Das Problem ist global: Die Schere zwischen dem globalen Süden und dem Norden nimmt ebenso zu wie in den Staaten selbst. Das gilt gleichermaßen für Entwicklungs- wie Industrieländer. Der viel beschworene Tricle-Down-Effekt, nach dem vom Wirtschaftswachstum auch die unteren Einkommensschichten profitieren, findet kaum mehr statt. Starke sozioökonomische Ungleichheit gefährdet aber nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern ist auch ökonomisch unvernünftig. Was können wir tun, damit „Wohlstand für Alle“ gilt?

Impulse von:
Prof. Dr. Christoph Scherrer, Politikwissenschaftler, Universität Kassel;
Landespastor Dirk Ahrens, Diakonisches Werk Hamburg

Moderation:
PD Dr. Ralf Ptak, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Veranstalter:
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt,
Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche,
Arbeitsstelle Weitblick des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein

Ort: Ökumensiches Forum, Shanghaiallee 12

Die Politik muss besser werden!

Was Christen für eine bessere und gerechtere Politik tun können.

Wir nehmen den G-20-Gipfel in Hamburg zum Anlass, um für Politiker zu beten. Diese Empfehlung geht schon auf den Apostel Paulus zurück (1Tim 2:2), der an anderer Stelle sogar der Nero-Administration attestiert, Gottes Dienerin zu sein (Römer 13:4). Es gibt eine Menge auszusetzen an den Entscheidungen von Regierungen und auch an internationalen politischen Systemen. Doch Auswege und Lösungen sind in unserer komplexen Welt nicht so leicht zu finden, wie man es sich eigentlich wünscht. Deshalb ist Gebet für die Entscheidungsträger so wichtig. Denn unser Gott, der die Welt in Seiner Hand hält, kann auch Weisheit und Verstand schenken, damit Entscheidungen zustande kommen, die gut sind für alle Menschen.

Gebet gehört für uns auch zu einem aktiven Warten auf das Reich Gottes, von dem Jesus Christus so oft sprach. Er griff damit eine Hoffnung auf, die schon von den Propheten des Ersten Testamentes ausgedrückt wurde. Sie sahen eine Welt unter Gottes guter Herrschaft, in der Frieden und Gerechtigkeit herrscht. Mit unserem Gebet stellen wir uns auch Gott zur Verfügung, um an dem Werden dieser Neuen Welt Anteil zu haben.